 | HensleySturgis kommen aus Columbus, Ohio und bestanden anfangs nur aus den beiden Musikern Barry Hensley und Jason Sturgis. Die beiden taten sich im Herbst 1998 zusammen, nachdem sich Hensley’s Band Big Back Forty kurz zuvor aufgelöst hatte. HensleySturgis machen Popmusik, die sowohl satte Hooklines als auch besinnliche Momente enthält, die kräftig losrocken können, ihre Wurzeln zum Country aber stets aufrechterhalten.
Die Countrymusik hatte starken Einfluss auf die beiden Songwriter, als sie in Ohio aufwuchsen - Barry in einem Vorort von Dayton, Jason im ländlichen Homer. Barry’s Großvater war ein Cousin zu A.P. Carter; die Spuren seiner Vorfahren führen zurück über ihre Einwanderung in den Appalachen bis in den Mittleren Westen nach dem Zweiten Weltkrieg. Er sagt, dass diese Wurzeln ihm dabei geholfen haben, der Musiker zu werden, der er heute ist. “Ja, ich denke, es gibt viele Leute in Dayton, die hierher zurückgekommen sind, nachdem sie zuvor in verschiedenen Gegenden im Süden und in der Appalachen-Region gelebt hatten und die mich beeinflusst haben. Natürlich auch die vielen Bands, die ich gehört hatte, als ich damit begann, mich ernsthaft mit diesem Thema zu beschäftigen.”
Jason begann damit, dass er sich an der Musik erfreute, die Bands seinesgleichen machten, interessierte sich aber mit zunehmendem Alter immer mehr für die Musik, die anders klang als die populäre Musik Mitte bis Ende der 80er Jahre. Bald war er unter dem Einfluss von Musikern wie Gram Parsons, Robert Johnson, Steve Earle, Richard Thompson und den Louvin Brothers.
Barry und Jason begegneten sich über die McGann-Brüder, die ursprünglichen Mitglieder von Big Back Forty. Barry war fast zwei Jahre lang auf Tour gewesen, um das Big Back Forty-Album “Bested”, das auf Polydor erschienen war, zu promoten. Die CD, die auch zwei Songs von Barry enthielt, bekam tolle Pressekritiken und half dabei, dass sie mit Künstlern wie Kim Richey und den Bottle Rockets spielen und zusammen mit Blue Rodeo auf Tour gehen konnten.
Jason war ebenfalls ein alter Bekannter in der Musikszene von Columbus und hatte bei Big Red Sun und Train Meets Truck gespielt. Die McGanns fühlten, dass die zwei zusammenpassen. Was auch stimmte.
“HensleySturgis ist eine Band, die mit der Idee entstand, dass man gleichzeitig zwei Songwriter und zwei Leadsänger hat. Der Gedanke war, die gleiche Betonung auf den kreativen Output beider Künstler, und nicht, wie von den Plattenfirmen üblicherweise gefordert, das Hauptaugenmerk auf einen Leadsänger zu legen. Dieser Anspruch bringt eine differenzierte Linie in die Aufnahmen und Live-Shows von HensleySturgis. Die Shows haben eine dynamische Reichweite sowohl in den Songs als auch durch den gesamten Set. Etwa ein Viertel des Materials beinhaltet Barry’s Pedal Steel. “Wir haben nie darüber nachgedacht, in wievielen Stücken wir sie einsetzen wollen,” sagt er. “Wenn wir einen neuen Song haben und wir das Gefühl haben, sie passt dazu, dann bauen wir sie ein.” Jason und Barry’s Stil, Gitarre zu spielen, sind so unterschiedlich wie ihre Methoden, Songs zu schreiben und dennoch für beide passend. Barry, dessen wichtigste Gitarre eine 1967 Gretsch Tennessean ist, gibt zu, dass seine Spielweise viel gemein hat mit der von Neil Young. “Mehr als alles andere hat die Einstellung der Art und Weise, wie er spielt, mich beeinflusst. Es kommt mehr aus dem Bauch heraus, ist wichtiger als das technische Können.” Jason’s Stil, er bevorzugt eine Fender Telecaster, hat mehr mit dem von Country-Legende Albert Lee gemein - schnell und präzise.
Ihr Debüt "Open Lanes", erschienen bei Blue Rose im April 2000, wurde begeistert aufgenommen. Vergleiche mit Bands wie Whiskeytown oder den Jayhawks wurden angestellt, und vor allem die lockere Atmosphäre der Songs zeigt Wirkung.
Keine 1 ½ Jahre später liegt nun der Nachfolger "Cabin Fever" vor. HensleySturgis sind jetzt zu einem offiziellen Quartett geworden: am Bass Trent Arnold und am Schlagzeug ein Weggefährte aus Big Back Forty-Tagen, Pat McGann. Die Lockerheit ist bei "Cabin Fever" geblieben, die kräftigen Gitarren sind weit öfter und dynamischer zu hören und machen die CD zu einem herrlichen Alt.Country, wie wir es uns schon seit langem mal wieder gewünscht haben. |